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Alternative Tierheilkunde
Was versteht man unter alternativer Tierheilkunde?
Unter alternativer oder auch ganzheitlicher Tierheilkunde versteht man im allgemeinen die Behandlung
des Patienten als Ganzes. Das heißt, hier werdne nicht nur einzelne, augenscheinlich
krankmachende Symptome behandelt.
Der Mensch aber auch das Tier besteht dabei nicht nur aus seinem Körper, der erkranken oder
aus dem Gleichgewicht geraten kann. Er besteht auch aus seiner Seele, seinem Geist und seinem sozialen
Umfeld. All diese Faktoren haben einen entscheidenden Einfluß auf sein Wohlbefinden. Nur wenn
alle diese in einem ausgeglichenen Zustand sind, können wir von Gesundheit sprechen. Im
Umkehrschluß bedeutet das: Wenn eine dieser Faktoren aus dem natürlicen Gleichgewicht
geraten sind, ist das Induviduum krank.
Was uns diese Erkenntnis jetzt in Bezug auf die Behandlung unseres kranken Tieres bringt, möchte
ich versuchen an einem kleinen Beispiel zu erklären.
Wir haben hier einen Dalmatiner-Rüden namens Jack. Jack leidet immer mal wieder unter Durchfall.
Den Durchfall hat er auch schon einmal nachts und da er dann nicht schnell genug raus kommt, landet
dieser dann auch schon einem auf den Fliesen im Flur vor der Haustüre. Seinem Frauchen stinkt das
und aus diesem Grund stellt sie ihn dann auch vor.
Rein schulmedizinisch würde hier eine körperliche Untersuchung vorgenommen und der Kot auf
Erreger untersucht. Dann würde ein Antibiotika und eventuell noch Kohletabletten oder ein anderes,
den Kot verdickendes Mittel gegeben. Vielleicht würde, falls die letzte Wurmkur schon eine Zeit
zurück liegt, auch gleichzeitig noch eine Wurmkur gegeben.
Das Symptom Durchfall wäre somit wahrscheinlich fürs erste mal wieder wegbehandelt worden.
Die Fliesen des Frauchens blieben wohl fürs erste mal wieder sauber. Aber zu welchem Preis
hätten wir einen solchen "Erfolg" erkauft und wie viel näher sind wir einer Heilung des
Hundes von seinem Durchfall gekommen?
Von den gravierenden Nebenwirkungen die eine jede Gabe von Antibiotika auf das Imunsystem hat und
von der zerstörerischen Wirkung einer Wurmkur auf die Darmflora einmal abgesehen, haben wir hier
nur ein Symptom - den Durchfall - unterdrückt. Einer Heilung sind wir nicht näher gekommen.
Heilung kann nämlich nur erzielt werden, wenn wir den Patienzen als ganzes Individuum behandelt
und nicht nur dieses eine Symptom.
Dazu ist es zuerst einmal wichtig, dass wir den Grund für die Erkrankung kennen und uns ein Bild
über die gänze der Symptome machen können. Was hat den Durchfall also ausgelöst?
Welche anderen Symptome, die der Hund uns zeigt, stehen ansonsten mit seiner Erkrankung im Zusammenhang?
Um dies zu erfahren führt der Tierheilpraktiker neben der köperlichen Untersuchung auch eine
ausführliche Anamnese durch. Auf diese Weise versuchen wir dem Grund der Erkrankung zu erfahren.
Hat er vielleicht etwas schlechtes Gefressen? Hat er zu viel oder garnichts gefressen? Könnte
Stress ein Auslöser sein? Fühlt er sich nach dem er den Durchfall abgesetzt hat besser oder
schlechter? Ist er berührungsempfindlich? Reagiert er schreckhaft? Wie sieht es mit Impfungen oder
Arzneimittelgaben aus? Was frißt er? Was für soziale Kontakte pflegt er? ...
Diese Befragung wird so lange durchgeführt, bis der Tierheilpraktiker sich ein Bild vom Patienten und
seiner Erkrankung machen kann. Dann wird er aufgrund dieser Erkenntnisse nach einen geeigneten, individuellen
Arzneimittel suchen. Darüber hinaus wird er Ihnen je nach Lage der Dinge eventuell zu einer Futterumstellung
raten, eine Sanierung des gestörten Darmes einleiten ode Sie bei einer verhaltenstherapeutischen
Maßnahme für das Tier unterstützen.
Das Ziel der alternativen bzw. ganzheitlichen Tierheilkunde ist es, die Ursachen für eine Erkrankung zu
finden und möglichst sanft und langfristig zu behandeln, um somti Gesundheit und Wohlbefinden zu
erreichen.
Rechtshinweis:
Aus rechtlichen Gründen müssen wir Sie darauf hinweisen, dass die Akupunktur,
die Bach-Blüten Therapie und die Homöopathie wissenschaftlich umstritten und
von der Schulmedizn nicht anerkannte Heilmethoden sind. Das interressiert die Tiere
jedoch recht wenig und hat auch keinen negativen Einfluss auf deren Heilverlauf.
