HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Behandlungsablauf


Wie läuft mein erster Besuch in der Tierheilpraxis ab?

Wichtig für Sie als Tierhalter ist es zu wissen, daß die Krankheiten Ihrer Tiere nur mit viel Geduld, Liebe und Bereitschaft zur Mitarbeit Ihrerseits zu heilen sind.

Nach vorheriger telefonischer Terminabsprache besuche ich Sie Hause bzw. komme in den Stall, um ihr Tier in seiner gewohnten Umgebung kennen zu lernen. Das Umfeld lässt manchmal schon erste Rückschlüsse auf die Ursache einer Krankheit zu. Zudem sind die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung deutlich entspannter.

Der erste wichtige Schritt ist die Feststellung der Konstitution des Tieres. Um diese frstzustellen wird eine homöopathische Erstanemnese durchgeführt. Sie beinhaltet neben Fragen zum Wesen und Krankheitsverlauf des Tieres auch solche, die über eine eventuelle Vorgeschichte aufschluss geben und Fragen über den Verbund und das Umfeld des Tieres.

Die genaue und ausführliche Durchführung dieser Erstanamnese hat einen sehr hohen Stellenwert in der klassischen Homöopathie. Sie sollte in der Regel mit ca. 1,5 bis 2 Stunden veranschlagt werden. Nehmen Sie sich also bitte genügend Zeit!

Anhand der Erstanamnese kann ich dann den Konstitutionstypen ihres Tieres bestimmen. Dieser Konstitutionstyp ist uns dann auch in weiteren Behandlungen immer wieder sehr hilfreich.

Diese Erstanamnese ist für jedes Tier nur einmal nötig, da ich bei Folgeerkrankungen auf diese erhobenen Daten erneut zugreifen kann.

Wie geht eine ganzheitliche Behandlung von statten?

Wenn Sie mir dieses Tier das erste mal vorstellen, beginnen wir mit der Aufnahme der tierspeziefischen Daten und führen eine homöopathische Erstanamnese durch. Liegt uns diese bereits vor, beginnen wir die Konsultation mit der homöopathischen Fallaufnahme und einer gründlichen klinischen Untersuchung.

Je nach Vorbehandlung des Tieres findet dann erst einmal eine "Sanierung des Terains" statt. Diese wird von mir in der Regel durch eine einmalige bioenergetische Therapie und die Verabreichung eines entsprechenden homöopathischen Arzneimittels durchgeführt. Sollten Tiere bereits seit längerer Zeit in schulmedizinischer Behandlung mit Antibiotica, Cortisonen oder anderen Arzneimitteln sein, kann sich diese "Säuberung des Terains" auch schon einmal etwas aufwändiger gestalten.

Mittels der erhobenen Daten, die sich mir aus der Erstanamnese, der Fallaufnahme und der klinischen Untersuchung ergeben, wird dann das individuelle, homöopathische Arzneimittel bestimmt. Die individuelle und genaue Gabe des Arzneimittels ist dabei besonder wichtig um einen optimalen Heilerfolg zu erzielen. So benötigen zwei verschiedene Tiere mit der augenscheinlich gleichen Erkrankung oft ganz unterschiedliche homöopathische Arzneimittel.

Die Wahl der Potenzierung des Arzneimittels sowie die Frequenz der Gabe dessen ist ebenfalls stark vom individuellen Verlauf der Heilung abhängig. Oft ist nach der Gabe des "Erstmittels" eine weitere Konsultation und ein sich daraus ergebendes "Folgemittel" nötig.

Während und nach der Arzneimittelgabe ist die genaue Beobachtung aller beim Tier aufkommenden Symptome sehr wichtig, da diese ganz entscheidende Hinweise auf die weitere Behandlung des Tieres geben.

Der Tierhalter ist in der homöopathischen Behandlung immer sehr stark in den Behandlungsverlauf mit einbezogen, was in der Regel einen sehr positiven Beitrag auf die Mensch-Tier-Beziehung hat und den Heilungsverlauf zusätzlich fördert.

Beispiel für die Behandlung eines akut verletzten Tieres.

Sie haben einen Hund mit einer akuten Verletzung am Bein. Die Wunde ist zwar nicht sehr groß, blutet aber recht stark. In diesem Zustand stellen Sie den Hund in der Praxis vor. Als erstes werden wir uns in einem solchen Fall natärlich um die Wundnde des Tieres kümmern, diese wundtechnisch versorgen und die Blutung stillen. Nach einer eingehenden klinischen Untersuchung werden wir dann entscheiden, welche weiteren stabilisierenden Maßnahmen nötig sind. In unserem Beispiel braucht der Hund darüber hinaus eine Infusion und eine Bach-Blüten- Behandlung zur Verarbeitung des Schocks.

Beispiel für die Behandlung eines akut kranken Tieres.

Die akute Erkrankung Ihres Tieres wird in der Regel mit der homöopathischen Fallaufnahme und einer klinischen Untersuchung begonnen. Aus den daraus gewonnenen Informationen wird in Kombination mit dem uns bekannten Konstitutionsmittel ihres Tieres ein individuelles homöopathisches Arzneimittel bestimmt.

Je nach Schwere der Erkrankung und natürlich auch nach deren Dringlichkeit und Bedrohlichkeit des Zustandes des Tieres kann diese Prozedur auch vereinfacht werden, und eine Behandlung nach sogenannten "Bewährtenn Indikationen" erfolgen.

Dies stellt jedoch nicht die Regel dar. Das so gefundene Mittel hat oft nicht die Durchdringungskraft, dass eine dauernde Heilung erzielt wird. Sie dient in erster Linie der Aufhebung des lebensbedrohlichen Zustands.

Die Verabreichungsform - Häufigkeit, Menge und Potenzierung - des homöopathischen Arzneimittels hängt auch im akuten Zustand ganz von der Intensität der Erkrankung und der allgemeinen Konstitution des Tieres ab.

Während des Behandlungsverlaufs ist eine genaue Beobachtung des Tieres durch den Tierhalter von Nöten, da uns diese sehr wichtige Informationen für die weitere Behandlung gibt.

Achtung: Bei der homöopathischen Behandlung von akuten Erkrankungen kommt es immer wieder zu sogenannten Erstverschlimmerungen. Dies ist meist ein Zeichen dafür, das das Arzneimittel richtig gewühlt ist, seine Potenzierung jedoch zu hoch ist. In einem solchen Fall sollte behandelnde Therapeut erneut zu Rate gezogen werden.

Beispiel für die Behandlung eines chronisch kranken Tieres.

Die Behandlung chronisch erkrankter Tiere ähnelt der Behandlung akut erkrankter Tiere. Wir starten ebenfalls mit der homöopathischen Fallaufnahme. Bei chronischen Erkrankungen wird der Konstitution des Tieres jedoch eine größere Bedeutung beigemessen. Dazu kommt die Unterteilung der meisten chronischen Erkrankungen in verschiedene Miasmenarten. Diese Miasmenarten sagen im groben etwas über die Intensität und Destruktivität einer Erkrankung aus.

Aus den Erkenntnissen aus der Fallaufnahme, dem Konstitutionstyp und des Miasmas wird jetzt ein individuelles homöopathisches Arzneimittel erarbeitet. Auch die Häufigkeit der Gaben und die Potenzierung des Arzneimittels leitet sich daraus ab.

Der Großteil der Behandlung chronischer Erkrankungen liegt in der gründlichen und detailierten Fallaufnahme. Alle Details, die die Erkrankung ausgelöst haben könnten, sind dabei von entscheidender Bedeutung. Oft werden Sie nach Dingen gefragt werden, die sie nur schwer in Zusammenhang mit der Erkrankung bringen. Lassen Sie sich davon nicht irritieren. Gerade solche, oft paradoxe und widersprüchliche Symptome geben dem geübten Therapeuten einen besonders wertvollen Hinweis auf das individuell richtige Arzneimittel.

Chronische Erkrankungen haben oft schon einen langen Leidensweg verursacht. Sie haben die verschiedensten Krankheitsphasen durchlaufen. Bei richtiger Wahl des homöopathischen Arzneimittels treten immer wieder Symptome auf, die in früheren Stadien der Erkrankung bereits aufgetreten sind. Wenn das passiert, weiß der Therapeut, dass er auf dem richtigen Weg ist. Eine sorgfältige Beobachtung des Tieres durch den Tierhalter ist hier von besonderer Bedeutung und Wichtigkeit.

Rechtshinweis:
Aus rechtlichen Gründen müssen wir Sie darauf hinweisen, dass die Akupunktur, die Bach-Blüten Therapie und die Homöopathie wissenschaftlich umstritten und von der Schulmedizn nicht anerkannte Heilmethoden sind. Das interressiert die Tiere jedoch recht wenig und hat auch keinen negativen Einfluss auf deren Heilverlauf.